Nein, du brauchst keinen weiteren Aktenschrank

Fünfzehn Jahre auf fünfzehn Quadratmetern sammeln einiges an. In den vergangenen Monaten bat sich mir die Gelegenheit das Büro von zwei ehemaligen Kolleginen für deren Nachfolger vorzubereiten.

Mann was sich so in 15 Jahren ansammelt!

Sicher gibt es gewisse Dinge die man aufbewahren sollte; aber nicht für immer.

Sicher benutzt man zahllose Formulare; aber man muss doch nicht von jedem Exemplar 30 Kopien haben.

Sicher gibt es Dokumente die man nach gesetzlichen Vorschriften im Original aufbewahren muss; aber nicht alle.

Recycle und Scanner kann ich da nur sagen!

Überholte Materialien lernen die Recyclingtonne kennen. Ich will ja schließlich nicht dass die Nachfolger die historischen Betriebsregeln von anno dunnemals anwenden.

30 Kopien begleiten leider die überholten Materialien. Eh man in einem Aktenschrank das richtige Formular findet und dann hofft daß es auch die neueste Version ist, hat man Dank des Suchfeldes am Computer das richtige und aktuelle ausgedruckt. Wenn man Glück hat, kann es sogar mit Computer ausgefüllt werden, welches den Vorteil hat, dass jeder die Schrift lesen kann. Denn sein wir mal ehrlich, so schön wie unser handschriftliches Bild vielleicht aussieht, man kann es deswegen nicht unbedingt leicht lesen.

Was dann noch übrig bleibt sind Dokumente die man gesetzlich im Original aufbewahren muss, welche auch immer weniger werden.

In dem Büro einer der Kolleginen stehen jetzt drei leere Aktenschränke! Nach der Minimalisationsaktion passte alles in die drei Schubladen vom Schreibtisch.

Zum Schluss noch ein Wort zu Schreibutensilien. Manche Leute denken sie können Multitasking. Meine Meinung ist, dass der Mensch nicht fähig ist mehrere Dinge zur selben Zeit in gleicher Qualität und Quantität zu erledigen. Aber das ist ein Thema für einen anderen Blog. Allerdings denke ich, daß wir uns einigen können, daß der Mensch nur mit einem Schreibutensil zu einem gegebenen Zeitpunkt schreiben kann. Daher frage ich mich, wieviel Kugelschreiber, Bleistifte, Highlighter braucht man an seinem Schreibtisch? Für mich reicht je eins.

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Ein Schwarzes Paar

  • Blusen müssen farblich zu den Hosen passen
  • Hosen müssen zu den Socken passen
  • Socken zu den Schuhen
  • Schwarz, braun, blau gehören nicht zusammen
  • Punkte, Streifen, und Kariert auch nicht

Mit diesen Kleidergesetzen bin ich zumindest aufgewachsen. Obwohl die Fashion Police das heute etwas anders sieht, bei mir ist das in der Festplatte unlöschbar eingebrannt.

Mein Hintern drückt den größten Teil des Tages eine Delle in meinen bequemen Stuhl. Aber ich verbringe auch täglich Zeit in der Fabrik. Manchmal bin ich den ganzen Tag auf Beton unterwegs. Da drücken meine Füße Dellen in meine Schuhe.

Schnellkurs in Physik: Da die Fläche meiner Füße geringer ist als die meines Hinterns, wird das ganze Körpergewicht auf eine relativ kleine Fläche konzentriert und verursacht daher größeren Druck.

Logischer Weise sollten die Schuhe bequemer als der Stuhl sein. Jahrelang habe ich haufensweise aller sechs Monate billige Schuhe ($12-$20) in allen Farben gekauft damit sie farblich zu den Socken und diese wiederum zu den Hosen passen – schwarze, blaue, braune, graue, rote, weiße, sogar pink.

Irgendwann habe ich dem Druck meiner Füße nachgegeben. Ich habe Keen Schuhe entdeckt und meine Füße danken mir. Das Paar kostet über $100, ein Preis an dem ich erstmal kauen musste. Aber mit der Reduzierung meiner Farbenpalette entschied ich mich für ein schlichtes schwarzes Paar und trage sie jeden Tag. Als ich merkte, dass das Material der Innensohle anfing zu zerfallen, habe ich mich durchgerungen die alten Treter für ein neues Paar einzutauschen. Bei der Bestellung stellet ich fest, dass ich das letzte Paar vor genau zwei Jahren gekauft hatte.

$120
730 Tage
Keine Qual der Wahl am Morgen
Platz im Kleiderschrank
Gesunde Füße
Alles das wegen einem schwarzen Paar!

Schnellkurs in Mathematik: Rechne selbst aus wieviel Geld, Platz und Zeit ich gespart habe.

Kettenbrief Award?

Frau Trix, deren Blog Das Leben ist Wild! ich sehr gerne lese, hat Minimalismus Warum als einen ihrer 11 Liebsten Blogs nominiert. Ich danke Frau Trix, meiner Mutter, meinem Vater, … (halt, das war ein anderer Award)

Award

Liebster Award? Es ist im Prinzip ein gut getarnter Kettenbrief. Als ich ein pre-Teen war erhielt ich solche Briefe oft in der Schneckenpost. Mein Vater war sehr streng gegen Kettenbriefe. Einmal(!) folgte ich den Aufgaben einer dieser Briefe, mit dem Versprechen nach wenigen Tagen oder Wochen hunderte von neuen Freunden zu haben, und der Warnung  „Brich nicht die Kette oder dir wird großes Unglück geschehen“. Sowohl die Freunde, als auch das Unglück blieben aus.

Auch mit dieser Liebster Award Nominierung hat man Regeln und Aufgaben:

  1. Gib kund und verlinke wer Dich nominiert hat – oben gemacht
  2. Beantworte 11 Fragen welche der Nominierende gestellt hat
  3. Nominiere 11 Blogs welche Du am liebsten liest (soll weniger als 200 Followers haben)
  4. Stelle Deine eigenen 11 Fragen and Deine Nominenten

Als introvertierter Mensch habe ich schon immer wenige Freunde gehabt, pflege aber dafür die langjährigen und tiefen Freundschaften. Es ist mir eigentlich nicht so wichtig wie viele Leute meinem Blog folgen, aber wenn der eine oder andere auf diese Art seinen Weg zu meinem Blog findet und ich meinen Weg zu deren, und beide Seiten Freude am gegenseitigen Lesen haben, dann können wir ja nicht viel verlieren.

Also auf und Frau Trix‘ Fragen beantworten:

1. Was ist Dein Lieblingswort? Deutsch: Blöde Kuh! English: Fucking Idiot!

Als Anmerkung, ich spreche diese Worte nie direkt an eine Person und auch nie in Gegenwart anderer. Aber unter Verschluss meiner Autokarosse werden sie gern und sehr explosive als Stressventil am Ende manchen Tages verwendet.

2. Worum geht es in Deinem  Blog? Minimalistische Lebensart

3. Was inspiriert Dich? Die kleinen Erfolge und Freuden

4. Beschreibe Dich in drei Worten! Integer-Großherzig-Sarkastisch

5. Über was würdest Du gerne einmal schreiben? Alles in bezug auf Minimalismus was mir gerade so in den Kopf fliegt

6. Welche Themen interessieren Dich überhaupt nicht? Küchenrezepte

7. Was fängt Dich ein, wenn Du über einen anderen Blog stolperst? Tiefe Gedanken über Alltagsleben und Selbsthumor

8. Dein Lebensmotto? Can Do – Irgendwie wird’s schon.

9. Dein Wunsch für 2014? Für’s ganze Leben: Glücklich sein (was auch immer „glücklich“ heißt)

10. Ein No-Go für Deinen Blog Was werden wir hier nie lesen? Der Fokus meines Blogs ist Minimalismus. Alles andere halte ich raus (ausser wenn sich so ein Award mal rein schleicht 😉 )

11.  Ist Dir schon mal was Verrücktes in Zusammenhang mit Deinem Blog passiert?  Wenn’s zählt, das Verrückteste war wohl daß ich einen Posttitel als Draft speichern wollte und sofort ohne Inhalt publiziert habe.

Ich nominiere: (musste kämpfen und auch schummeln um 11 zu finden. Wie gesagt, mein Freundeskreis ist klein)

Meine Fragen and die Nominenten:

1. Fängst Du Deinen Tag lieber mit dem Hammer in der Hand oder einer Tasse Kaffee/Tee an?

2. Vogelgezwitscher oder Menschengeschnatter?

3. Was möbelt Dich auf wenn du traurig bist?

4. Worüber regst Du dich leicht auf?

5. Liest Du meinen Blog? (Ich habe eine dicke Haut; sei ehrlich!)

6. In bezug auf Nr. 5 – Warum?

7. Wieviele Blogs folgst du?

8. Wenn dir ein Blog nicht mehr gefällt, folgst du weiter oder clickst du nicht mehr zu folgen?

9. Wie oft möchtest du neue Posts von einem Blog lesen?

10. Wie findest du neue Blogs?

11. Was möchtest du deinen Lesern mitteilen das hier noch nicht erwähnt wurde?

Ich warte gespannt auf eure Antworten und Nominierungen!

Farbenpalette

Wo der Deutsche alles in den Keller schleppt zur Aufbewahrung von Dingen die man momentan oder überhaupt nicht mehr braucht, schleppen wir Texaner alles auf den Dachboden. Keller gibts in Texas nicht.

Beim Aufräumen des besagten Dachbodens entdeckte ich eine Kiste mit Wintersachen von mir. Oh war die Freude groß! Im normalen Winter haben wir vielleicht mal zwei oder drei Nächte mit Minusgraden. Da braucht mach nicht viele dicke Pullover und eine große Anzahl von denen ist vor einem Jahr in die Spende gegangen. Aber dieser Winter ist wirklich außergewöhnlich. Oft kriecht das Thermometer am Tag gerade mal bis 2 Grad Celsius hoch und in der Nacht hatten wir öfter mal -6 Grad Celsius. Also war es eine schöne Überraschung als ich die Kiste öffnete und sich blaue, lila, violette, und weiße Winterpullover zur Schau stellten.

Aber die Freude war bald verflogen. In der folgenden Woche fand ich mich seit langem mal wieder minutenlang vorm Kleiderschrank um zu entscheiden, welches dieser farbfreudigen Stücke mit welchem Schal oder Weste passt, und ich mehrmals überprüfen musste ob sich die Farben auch nicht beißen.

Als ich letztes Jahr meinen Kleiderschrank ausräumte, habe ich bewusst die Farbe Blau von meiner Garderobe entfern. Braun hat sich übers Jahr auch langsam entfernt. Schwarz, weiß, und grau ist meine „Grundausstattung“ und die Farbtupfer kommen von meinen Tüchern und Schals. Ich kann ohne groß zu überlegen am Morgen jegliches Oberteil mit jeglicher Hose auswählen und alles passt zusammen, mein ein Paar schwarze Schuhe einbegriffen. Die Farbe kommt vom Tuch oder Schal und da alle Farben zu schwarz, grau und weiß passen, kann ich jeglichen Schal und Farbe, wie es mir gerade gefällt, flux um den Hals binden – fertig!

Ist es eine Aufopferung die reiche Farbenpalette aufzugeben? Oder ist es eine Aufopferung täglich Zeit und Nerven zu verlieren bei der großen Auswahl?

Es gibt da keine richtige oder falsche Antwort. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber für mich selbst ist die Antwort, dass ich lieber Farben als Zeit und Nerven aufgebe.

Abschalten und Ausschalten

Habe vor fünf Minuten auf „Was machst du gerade?“ in Facebook geantwortet und es hat immer noch keiner kommentiert. Nicht mal ein „Gefällt mir“ habe ich erhalten. ‚Ne halbe Stunde später immer noch nichts. Dafür ein Beitrag von einer Freundin welche einfach nur so Blumen von ihrem Mann bekommen hat. Das ist aber schön; die hat’s gut.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr laufend den Drang habt Neuigkeiten zu lesen, sei es bei Facebook, Email, Chat, Nachrichten, oder Blogkommentaren? Und dann die Enttäuschung wenn nichts Neues zu lesen ist? Oder wenn man jede Gelegenheit nutzt, selbst beim Dinner mit Freunden oder während der Autofahrt mit Familie, um den nächsten Level von Candy Crush zu erreichen oder nur mal schnell Solitär zu spielen?

Ich nenne das Abhängigkeit.

Die moderne Technik macht es aber auch leicht und verführerisch. Alles kann man einstellen, dass man sofort eine Mitteilung bekommt wenn jemand einen Kommentar hinterlässt, neueste Nachrichten dass ein Superstar ohne Schminke gesehen wurde, oder der Chef abends um 11:00 eine Email sendet.

Laufend wird man mit Information bombardiert welche einen dann von dem ablenkt, womit man sich gerade beschäftigt. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben rauschen einfach so an einem vorbei während der Kopf mit überflüssiger Information dröhnt.  Dieses Dröhnen im Kopf macht einen vergesslich und launisch. Vergesslich und launisch führt zu Problemen mit Freunden, Familie, und auf Arbeit.  Oft lässt man die schlechte Laune an denen aus die man am meisten lieb hat, und schadet so diesem Verhältnis.

Dazu kommt noch, dass man sich zu anderen Menschen immer mehr vergleicht und neidisch wird auf deren offensichtlich perfektes Leben. Die Freundin mit den Blumen hat den perfekten Mann. Würde sie wirklich im Facebook schreiben wenn der Kerl mal fies zu ihr ist? Oder der Bekannte der schon wieder mit seiner bildhübschen Familie am Strandurlaub in Cabo San Lucas war. Schreibt er auch dass er dafür 60-80 Stunden die Woche arbeitet und seine Familie in den restlichen 51 Wochen fast nie sieht? Diese dominierend positiven Aussagen verursachen, wenn’s einem auch nicht unbedingt bewusst ist, Minderwertigkeitsgefühle und können zu Depression führen.

GENUG! Das ist nicht gesund.

Schaut mal in Euch hinein ob ihr Euch, vielleicht nur schwach oder auch sehr stark, hier in diesem Artikel wiederfindet.

Wenn ja, dann wird es Zeit zum Ausschalten und Abschalten!

  1. Stellt die automatischen Mitteilungen am Handy ab.
  2. Setzt bestimmte Zeiten am Tag, z.B. einmal am Morgen oder nochmal am Nachmittag, um bei Facebook, Email, Blog, Chat, und Nachrichten bewusst und gezielt nachzuschauen.
  3. In extremen Fällen empfehle ich eine Zeitbegrenzung zu setzen, z.B. 20-30 Minuten für alles.
  4. Nutzt die Zeit um Euch an der Natur zu erfreuen (allein oder in Gesellschaft), geht ins Museum und kritisiert die Kunstaustellung, spielt ein Brettspiel mit der Familie, oder legt eine Zweierpatience mit richtigen Karten.

Ausschalten und Abschalten hat den Vorteil dass man nicht von dem abelenkt wird was wirklich zählt, wie das Gespräch mit einer Freundin, oder wenn das Kind etwas neu Gelerntes vorführt, oder wenn der Mann von einem Erfolg oder einer Niederlage auf der Arbeit berichtet.  Man ist fähig seine Gedanken frei zu halten und sich voll auf sein Umfeld und das Jetzt zu konzentrieren.  Als Resultat empfindet man eine innere Ruhe und Zufriedenheit, sowohl als einen engen Bund mit den Menschen denen man aufmerksam zugehört hat.

Was schaltest du aus und wie schaltest Du ab? Wie fühlst Du Dich dabei und nach einer Weile?

(Wenn du mehr über Mediensucht lernene möchtest, click auf diesen Link.)

Oh es riecht gut, oh es riecht fein …

In 39 Tagen ist Heilig Abend!

Auch in Texas sinken die Temperaturen langsam und wir hatten den ersten Nachtfrost. Die Tiere wollen am zeitigen Morgen gar nicht mehr aus ihrem Unterschlupf raus weil es dort so kuschelig warm ist. Wenn sie dann aber doch vom Futter gelockt sind, steigt der Dampf von ihrem heißen Atem sichtbar in die kalte Luft. Die ersten Zeichen dass der Winter und damit Weihnachten nicht mehr fern sind.

Die Geschäfte haben es auch gemerkt. Alles wird schon festlich geschmückt um die Käufer zu locken. Es wird nicht lange dauern und die Läden sind wieder prasselvoll mit Dekor, Geschenkartikel die der Mann oder die Frau schon immer haben wollte, Spielsachen die jedes Kind begehrt, und die neuesten elektronischen Geräte ohne die man nicht leben kann. Halloween ist zum Glück vorbei. Wenn wir nun bloß noch Erntedank Ende November über die Runden bringen, dann können wir uns endlich voll und ganz in den Weihnachtswahn stürtzen!

In 39 Tagen ist Heilig Abend!

38 davon werde ich mich nicht verrückt machen mit Haus von innen und außen wie einen Weihnachtsmarkt zu putzen und krampfhaft nach Geschenken zu suchen die der Empfänger entweder schon hat oder nicht wirklich möchte, und nur selten wirklich braucht oder nutzen wird.

Ich werde die Tage besinnlich wahrnehmen.

  • Ein paar Stunden nutzen um meine Rachermänn’l aufzustellen und den Baum zu schmücken
  • Stollen und Weihnachtsplätzchen backen
  • Zeitig aufstehen um einen schönen Sonnenaufgang zu beobachten und mich vom Frost in die Nase beißen lassen
  • Vor Sonnenuntergang zu Hause sein um zuzuschauen wie die Sonne hinter den Bäumen versinkt
  • Mit dem Fotoapparat auf Erkundungsgang nach interessanten Motiven gehen
  • Beim Duft des Rachermänn’ls Weihnachtsplätzchen mit Tee genießen  und dabei Blogs lesen und schreiben
  • Mit meiner Familie die Weihnachtsparade Parade of Lights in Fort Worth sehen
  • Eine Naturwanderung machen
  • Road Trip!

Am Heiligen Abend ist dann Bescherung. Wie letztes Jahr, wird es keine materiellen Geschenke geben. Ich schenke meiner Familie Zeit miteinander um Stollen und Plätzchen zu essen und zu plaudern. Freunden und Arbeitskollegen schenke ich eine Spende in deren Namen für einen gemeinnützigen Zweck. Letztes Jahr habe ich die Gebühr für den 5km Lauf Race for the Cure (Brustkrebs) geschenkt und dann sind wir im Frühjahr gemeinsam 5km gelaufen. Ich denke davon hatten wir ALLE mehr als von einem Bilderrahmen, Hand Lotion, oder Duftkerzen.

Geniesst die Adventszeit und erlaubt dem Stress keinen Zutritt in Euer Haus und Herz!

8

Ich trödle schon immer rum am Morgen und verbummle viel Zeit dabei.

Mein Bruder kann davon Geschichten erzählen! Da unsere Eltern früh auf die Arbeit mussten als wir Kinder waren, hatte er als großer Bruder die Verantwortung die Wohnung zu verschließen und uns pünktlich auf den Weg zu bringen. Ich war in der 1. Klasse und bin zu meiner Schule im Dorf gelaufen. Er musste zum Schulbus. Ich habe, wie immer, getrödelt. Ich war nicht fertig. Was blieb meinem Bruder weiter übrig als mich mit Strumpfhose und Unterhemd am Leib vor die Wohnungstür ins Treppenhaus zu setzen? Er hat mir allerdings, verantwortungsbewusst, den Rest meiner Kleidungsstücke in den Schoß geschmissen.

Ich lasse mir immer noch gern meine liebe Zeit am Morgen. Ich stehe sogar eine halbe Stunde eher auf um bummeln zu können. Was ich aber auch gerne mache seit wir auf der Ranch wohnen, ist in der Stille der Dämmerung eine Tasse Kaffee auf der Terrasse zu trinken und an der frischen Luft Morgengymnastik zu machen.

Eine Bekannte schrieb in ihrem Blog wie sie Zeit vergeudet die sie zum Meditieren nutzen könnte und hat daher ihre Duschzeit am Morgen auf acht Minuten reduziert. Das war Ansporn für mich. Ich habe meinen count-down an meiner Uhr auf acht Minuten gestellt. Wenn er abgelaufen ist, wiederholt er sich. Somit wurde meine Morgenhygiene mit 8-Minuten Intervallen von ca. 60-90 Minuten auf 32 reduziert.

  1. Dusche
  2. Zähne und Duscheputzen
  3. Make-Up und Lotion
  4. Haare und Kleidung

Ich stehe immer noch extra zeitig auf. Aber jetzt genieße ich eine Tasse Kaffee mit meinem Mann ehe er auf Arbeit geht. Dann sitze ich mit den Hunden auf der Terrasse und beobachte wie die Sterne langsam in der Dämmerung verschwinden. An Tagen wie heute schreibe oder lese ich Blogartikel. Und dann geht’s auf zu 16 Minuten Morgengymnastik.

Ich habe mehr Energy, bin besserer Laune und erholter wenn ich mich pünktlich auf den Weg begebe.

Ich trödle immer noch herum am Morgen, aber ich verbummle meine Zeit nicht mehr im Badezimmer.  Was würdest du mit der extra Zeit machen wenn du irgendeine Routine minimalisieren könntest?