Love the One You’re With

Schneeglöckchen flüstern dass der Winter zur Neige geht. Märzenbecher kündigen den Frühling an. Aber der Flieder, der Flieder verbreitet mit seinem Duft dass neues Leben erwacht.


Erinnerung werden wach an Zeiten zu denen ich mit dem Fahrrad unterwegs war und dabei den Duft eines Fliederbusches aufgeschnappt habe. Bald sah ich auch die prächtigen lila und weisen Blüten und musste Halt machen. Ich habe meinen Kopf in die vollen Blüten gesteckt und tief eingeatmet – Ruhe, Frieden, Sorgenfreiheit.

Seit 25 Jahren lebe ich in den USA, die meiste Zeit in Texas. Flieder gedeiht hier nicht gut. Ich habe versucht ihn zu pflanzen, aber es gelingt mir nicht ihn durch den heissen Sommer zu bringen. Jedes Frühjahr denke ich nun mit Leid wie mir der Flieder fehlt. Wie mir der Duft fehlt. Ich sehne mich danach meinen Kopf in die Blütenpracht zu stecken und tief einzuatmen.

Manchmal hängt man so an der Vergangenheit fest und versucht verkrampft das wieder zu haben was man verloren hat, dass man fast verpasst was genau for der Nase sitzt.

Wir verbringen nun schon das dritten Frühjahr auf der Ranch. Aber erst gestern ist mir ein süßer Duft in der Luft bewusst geworden. Wie ein Suchhund bin ich ums Grundstück gelaufen und habe an jeder Pflanze geschnüffelt bis ich endlich wahr nahm dass dieser herrliche Duft von einem Baum kam.

Es ist ein interessanter Baum. Im Sommer hat er fingerförmige Blätter und bietet unseren Hunden reichlich Schatten. Im Herbst kriegt er Früchte die wie weiße Kirschen aussehen. Im Winter verliert der Baum seine Blätter und nur die schrumpeligen Früchte bleiben hängen.

Aber im Frühjahr, im Frühjahr treibt er kleine, sternförmige, lila Blüten die mit ihrem Duft verbreiten dass neues Leben erwacht.

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Nein, du brauchst keinen weiteren Aktenschrank

Fünfzehn Jahre auf fünfzehn Quadratmetern sammeln einiges an. In den vergangenen Monaten bat sich mir die Gelegenheit das Büro von zwei ehemaligen Kolleginen für deren Nachfolger vorzubereiten.

Mann was sich so in 15 Jahren ansammelt!

Sicher gibt es gewisse Dinge die man aufbewahren sollte; aber nicht für immer.

Sicher benutzt man zahllose Formulare; aber man muss doch nicht von jedem Exemplar 30 Kopien haben.

Sicher gibt es Dokumente die man nach gesetzlichen Vorschriften im Original aufbewahren muss; aber nicht alle.

Recycle und Scanner kann ich da nur sagen!

Überholte Materialien lernen die Recyclingtonne kennen. Ich will ja schließlich nicht dass die Nachfolger die historischen Betriebsregeln von anno dunnemals anwenden.

30 Kopien begleiten leider die überholten Materialien. Eh man in einem Aktenschrank das richtige Formular findet und dann hofft daß es auch die neueste Version ist, hat man Dank des Suchfeldes am Computer das richtige und aktuelle ausgedruckt. Wenn man Glück hat, kann es sogar mit Computer ausgefüllt werden, welches den Vorteil hat, dass jeder die Schrift lesen kann. Denn sein wir mal ehrlich, so schön wie unser handschriftliches Bild vielleicht aussieht, man kann es deswegen nicht unbedingt leicht lesen.

Was dann noch übrig bleibt sind Dokumente die man gesetzlich im Original aufbewahren muss, welche auch immer weniger werden.

In dem Büro einer der Kolleginen stehen jetzt drei leere Aktenschränke! Nach der Minimalisationsaktion passte alles in die drei Schubladen vom Schreibtisch.

Zum Schluss noch ein Wort zu Schreibutensilien. Manche Leute denken sie können Multitasking. Meine Meinung ist, dass der Mensch nicht fähig ist mehrere Dinge zur selben Zeit in gleicher Qualität und Quantität zu erledigen. Aber das ist ein Thema für einen anderen Blog. Allerdings denke ich, daß wir uns einigen können, daß der Mensch nur mit einem Schreibutensil zu einem gegebenen Zeitpunkt schreiben kann. Daher frage ich mich, wieviel Kugelschreiber, Bleistifte, Highlighter braucht man an seinem Schreibtisch? Für mich reicht je eins.

Farbenpalette

Wo der Deutsche alles in den Keller schleppt zur Aufbewahrung von Dingen die man momentan oder überhaupt nicht mehr braucht, schleppen wir Texaner alles auf den Dachboden. Keller gibts in Texas nicht.

Beim Aufräumen des besagten Dachbodens entdeckte ich eine Kiste mit Wintersachen von mir. Oh war die Freude groß! Im normalen Winter haben wir vielleicht mal zwei oder drei Nächte mit Minusgraden. Da braucht mach nicht viele dicke Pullover und eine große Anzahl von denen ist vor einem Jahr in die Spende gegangen. Aber dieser Winter ist wirklich außergewöhnlich. Oft kriecht das Thermometer am Tag gerade mal bis 2 Grad Celsius hoch und in der Nacht hatten wir öfter mal -6 Grad Celsius. Also war es eine schöne Überraschung als ich die Kiste öffnete und sich blaue, lila, violette, und weiße Winterpullover zur Schau stellten.

Aber die Freude war bald verflogen. In der folgenden Woche fand ich mich seit langem mal wieder minutenlang vorm Kleiderschrank um zu entscheiden, welches dieser farbfreudigen Stücke mit welchem Schal oder Weste passt, und ich mehrmals überprüfen musste ob sich die Farben auch nicht beißen.

Als ich letztes Jahr meinen Kleiderschrank ausräumte, habe ich bewusst die Farbe Blau von meiner Garderobe entfern. Braun hat sich übers Jahr auch langsam entfernt. Schwarz, weiß, und grau ist meine „Grundausstattung“ und die Farbtupfer kommen von meinen Tüchern und Schals. Ich kann ohne groß zu überlegen am Morgen jegliches Oberteil mit jeglicher Hose auswählen und alles passt zusammen, mein ein Paar schwarze Schuhe einbegriffen. Die Farbe kommt vom Tuch oder Schal und da alle Farben zu schwarz, grau und weiß passen, kann ich jeglichen Schal und Farbe, wie es mir gerade gefällt, flux um den Hals binden – fertig!

Ist es eine Aufopferung die reiche Farbenpalette aufzugeben? Oder ist es eine Aufopferung täglich Zeit und Nerven zu verlieren bei der großen Auswahl?

Es gibt da keine richtige oder falsche Antwort. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber für mich selbst ist die Antwort, dass ich lieber Farben als Zeit und Nerven aufgebe.

Who is the Grinch?

I am the Grinch!

(Dieser Artikel ist meinen Eltern gewidmet die mit über 60 Jahren und so gut wie ohne Englischkenntnisse allein zur Weihnachtszeit in Texas einkaufen gehen.)

Ja, ich bin der Grinch (oder die Grinchin). Nicht weil mein Gesicht grün ist, oder weil ich mich weigere mich an der Weihnachtshektik zu beteiligen, oder weil es bei uns keine Geschenke zu Weihnachten gibt (nicht 100% dieses Jahr)

Unsere Tochter hat sich eine Bücherserie gewünscht, die ich via Internet in der örtlichen Buchhandlung reserviert habe und dann ein paar Tage vor Weihnachten dort abgeholt habe. Wie in manchen anderen Geschäften, besonders im Weihnachtstrubel, sind mehrere Kassen besetzt, die Kunden stehen in einer Schlange an, und werden dann zur nächsten freien Kasse gerufen. So auch in der Buchhandlung.

Vier Kassen sind besetzt. Vor mir zwei Kunden und hinter mir vielleicht fünf oder sechs. Eine Kasse wird frei und ehe die Kassiererin den nächsten Kunden rufen kann, stellt sich von der Seite eine ältere Dame hin, legt zwei Bücher auf den Tresen und schaut ganz verwirrt als sie die Kassiererin weg weist. Verwirrt schaut sie in die Richtung in welche deren Finger zeigt. Ihre Augen irren über die Schlange von Menschen. Langsam nimmt sie ihre zwei Bücher vom Tresen und stellt sich hinten an.

“Ach, was bildet die sich denn ein?!” hallt es vor mir. Hinter mir klingt: “Können die so kurz vor Weihnachten nicht mehr Kassen aufmachen?!” Weiter tönt es in der Schlange wie ungeduldig man ist und wie eilig man es hätte.

Wenige Minuten später bin ich dran. Ich trete an die freie Kasse, bitte die Kassiererin um einen Moment Geduld, und gebe der älteren Dame meinen Platz. Ich stelle mich hinten wieder an. Als wir uns bei dem Wechsel begegnen, die Dame immer noch oder wieder verwirrt, tauschen wir ein Lächeln und wünschen uns gegenseitig Frohe Weihnachten. In der Schlange hört sich’s an wie Leise rieselt der Schnee.

Weniger als fünf Minuten später bin ich wieder fast vorn. Die Kundin vor mir ist dran, dreht sich mir zu, und lässt mich vorgehen. Auch wir tauschen ein Lächeln und wünschen uns gegenseitig Frohe Weihnachten.

Ich weiß nicht warum sich die ältere Dame einfach an die frei gewordene Kasse gestellt hat. Was ich aber weiß, ist dass jeder Mensch eine Geschichte hat die niemand anderes je voll kennt.

Ehe man beginnt seine Mitmenschen zu beurteilen und gar zu verurteilen, sollte man sich in die eigene Seele schauen, sein Herz öffnen, und Rücksicht, Güte, Freundlichkeit und Verzeihen zeigen; so wie der Grinch es den Whos gegenüber getan hat.

Mein Wunsch fürs Neue Jahr ist, dass Euch dieser Artikel in den Sinn kommt wenn Euch das Gefühl von Ungeduld mit einem Mitmenschen greifen will. Mögen Freundlichkeit und Nachsicht Vorrang haben.

Abschalten und Ausschalten

Habe vor fünf Minuten auf „Was machst du gerade?“ in Facebook geantwortet und es hat immer noch keiner kommentiert. Nicht mal ein „Gefällt mir“ habe ich erhalten. ‚Ne halbe Stunde später immer noch nichts. Dafür ein Beitrag von einer Freundin welche einfach nur so Blumen von ihrem Mann bekommen hat. Das ist aber schön; die hat’s gut.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr laufend den Drang habt Neuigkeiten zu lesen, sei es bei Facebook, Email, Chat, Nachrichten, oder Blogkommentaren? Und dann die Enttäuschung wenn nichts Neues zu lesen ist? Oder wenn man jede Gelegenheit nutzt, selbst beim Dinner mit Freunden oder während der Autofahrt mit Familie, um den nächsten Level von Candy Crush zu erreichen oder nur mal schnell Solitär zu spielen?

Ich nenne das Abhängigkeit.

Die moderne Technik macht es aber auch leicht und verführerisch. Alles kann man einstellen, dass man sofort eine Mitteilung bekommt wenn jemand einen Kommentar hinterlässt, neueste Nachrichten dass ein Superstar ohne Schminke gesehen wurde, oder der Chef abends um 11:00 eine Email sendet.

Laufend wird man mit Information bombardiert welche einen dann von dem ablenkt, womit man sich gerade beschäftigt. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben rauschen einfach so an einem vorbei während der Kopf mit überflüssiger Information dröhnt.  Dieses Dröhnen im Kopf macht einen vergesslich und launisch. Vergesslich und launisch führt zu Problemen mit Freunden, Familie, und auf Arbeit.  Oft lässt man die schlechte Laune an denen aus die man am meisten lieb hat, und schadet so diesem Verhältnis.

Dazu kommt noch, dass man sich zu anderen Menschen immer mehr vergleicht und neidisch wird auf deren offensichtlich perfektes Leben. Die Freundin mit den Blumen hat den perfekten Mann. Würde sie wirklich im Facebook schreiben wenn der Kerl mal fies zu ihr ist? Oder der Bekannte der schon wieder mit seiner bildhübschen Familie am Strandurlaub in Cabo San Lucas war. Schreibt er auch dass er dafür 60-80 Stunden die Woche arbeitet und seine Familie in den restlichen 51 Wochen fast nie sieht? Diese dominierend positiven Aussagen verursachen, wenn’s einem auch nicht unbedingt bewusst ist, Minderwertigkeitsgefühle und können zu Depression führen.

GENUG! Das ist nicht gesund.

Schaut mal in Euch hinein ob ihr Euch, vielleicht nur schwach oder auch sehr stark, hier in diesem Artikel wiederfindet.

Wenn ja, dann wird es Zeit zum Ausschalten und Abschalten!

  1. Stellt die automatischen Mitteilungen am Handy ab.
  2. Setzt bestimmte Zeiten am Tag, z.B. einmal am Morgen oder nochmal am Nachmittag, um bei Facebook, Email, Blog, Chat, und Nachrichten bewusst und gezielt nachzuschauen.
  3. In extremen Fällen empfehle ich eine Zeitbegrenzung zu setzen, z.B. 20-30 Minuten für alles.
  4. Nutzt die Zeit um Euch an der Natur zu erfreuen (allein oder in Gesellschaft), geht ins Museum und kritisiert die Kunstaustellung, spielt ein Brettspiel mit der Familie, oder legt eine Zweierpatience mit richtigen Karten.

Ausschalten und Abschalten hat den Vorteil dass man nicht von dem abelenkt wird was wirklich zählt, wie das Gespräch mit einer Freundin, oder wenn das Kind etwas neu Gelerntes vorführt, oder wenn der Mann von einem Erfolg oder einer Niederlage auf der Arbeit berichtet.  Man ist fähig seine Gedanken frei zu halten und sich voll auf sein Umfeld und das Jetzt zu konzentrieren.  Als Resultat empfindet man eine innere Ruhe und Zufriedenheit, sowohl als einen engen Bund mit den Menschen denen man aufmerksam zugehört hat.

Was schaltest du aus und wie schaltest Du ab? Wie fühlst Du Dich dabei und nach einer Weile?

(Wenn du mehr über Mediensucht lernene möchtest, click auf diesen Link.)

8

Ich trödle schon immer rum am Morgen und verbummle viel Zeit dabei.

Mein Bruder kann davon Geschichten erzählen! Da unsere Eltern früh auf die Arbeit mussten als wir Kinder waren, hatte er als großer Bruder die Verantwortung die Wohnung zu verschließen und uns pünktlich auf den Weg zu bringen. Ich war in der 1. Klasse und bin zu meiner Schule im Dorf gelaufen. Er musste zum Schulbus. Ich habe, wie immer, getrödelt. Ich war nicht fertig. Was blieb meinem Bruder weiter übrig als mich mit Strumpfhose und Unterhemd am Leib vor die Wohnungstür ins Treppenhaus zu setzen? Er hat mir allerdings, verantwortungsbewusst, den Rest meiner Kleidungsstücke in den Schoß geschmissen.

Ich lasse mir immer noch gern meine liebe Zeit am Morgen. Ich stehe sogar eine halbe Stunde eher auf um bummeln zu können. Was ich aber auch gerne mache seit wir auf der Ranch wohnen, ist in der Stille der Dämmerung eine Tasse Kaffee auf der Terrasse zu trinken und an der frischen Luft Morgengymnastik zu machen.

Eine Bekannte schrieb in ihrem Blog wie sie Zeit vergeudet die sie zum Meditieren nutzen könnte und hat daher ihre Duschzeit am Morgen auf acht Minuten reduziert. Das war Ansporn für mich. Ich habe meinen count-down an meiner Uhr auf acht Minuten gestellt. Wenn er abgelaufen ist, wiederholt er sich. Somit wurde meine Morgenhygiene mit 8-Minuten Intervallen von ca. 60-90 Minuten auf 32 reduziert.

  1. Dusche
  2. Zähne und Duscheputzen
  3. Make-Up und Lotion
  4. Haare und Kleidung

Ich stehe immer noch extra zeitig auf. Aber jetzt genieße ich eine Tasse Kaffee mit meinem Mann ehe er auf Arbeit geht. Dann sitze ich mit den Hunden auf der Terrasse und beobachte wie die Sterne langsam in der Dämmerung verschwinden. An Tagen wie heute schreibe oder lese ich Blogartikel. Und dann geht’s auf zu 16 Minuten Morgengymnastik.

Ich habe mehr Energy, bin besserer Laune und erholter wenn ich mich pünktlich auf den Weg begebe.

Ich trödle immer noch herum am Morgen, aber ich verbummle meine Zeit nicht mehr im Badezimmer.  Was würdest du mit der extra Zeit machen wenn du irgendeine Routine minimalisieren könntest?

Meine Trommel Spielt einen Anderen Marsch

Dieser Beitrag ist meiner Freundin Anja Z. gewidmet. Sie gab mir Anregung zu diesem Artikel mit ihrer Frage, „Wie sieht deine Familie das ganze? Ist es für deine Tochter nicht schwer sich gegen den Strom zu stellen?“

Minimalismus ist nicht jedermanns Sache. Für manche Menschen ist es eine bewusste Entscheidung ihren Lebensstil zu ändern. Andere finden sich in einer Situation welche sie zwingt, ihren materiellen Besitztum und auch Wohnraum zu reduzieren.

Egal was der Grund für einen minimalistischen Lebensstil ist, nicht jedes Familienmitglied ist zur selben Zeit bereit den Schritt zu machen oder hat das selbe Tempo auf dem Weg zum Minimalismus.

In unserer Familie war es eine bewusste Entscheidung meinerseits. Kleidungsstücke und Haushaltsartikel waren für mich am leichtesten und daher der Anfangspunkt. Alles andere purtzelte dann so hinterher.

Mein Mann hat generell kaum Anklang an Dinge und daher fiel es ihm leicht zu folgen. (Mal abgesehen von Schrauben und ähnlichem Kleinkram; schliesslich weiss man ja nie wann man’s mal braucht.)

Mit Kindern ist es schwieriger. Meine Tochter und ich unterhalten uns oft wie ich schon wieder einen Sack oder eine Kiste zur Spende gebracht habe. Ich erzähle ihr, wie der verringerte Besitztum mir mehr Freiheiten gibt:

  • Weniger was aufgeräumt und organisiert werden muss
  • Weniger was ersetzt werden muss
  • Die Fähigkeit „Nein“ zu sagen zu den neuesten Artikeln die in der Werbung angeboten werden

Ich brauchte meine Tochter nicht zwingen zu minimalisieren. Irgendwann fing sie von alleine an, ihre Schränke auszuräumen. Sicher fiel es ihr schwer, sich von manchem Kindheitsspielzeug zu trennen. Zum Glück haben wir sie nie mit Spielsachen überschüttet, so dass sie weniger zum aussortieren hatte.

Ich habe sie alleine wählen lassen was bleibt und was geht.

Ansporn für sie war auch der Gedanke, dass sie nächstes Jahr zum Studium geht und viele dieser Sachen auf keinen Fall mitnehemen wird.

Wie bei mir die Schals und bei meinem Mann die Schrauben unangreifbar sind, gibt es für unsere Tochter eine Grossfamilie von Plüschtieren. Von manchen wird sie sich nie trennen und das ist auch gut so. Für die meisten hat sie aber schon Pläne für ein neues zu Hause.

Man kann andere nicht zwingen, einen minimalistischen Lebensstil anzunehmen und man kann, und sollte, auch nicht versuchen, andere davon zu überzeugen dass es die beste Lebensweise ist. Ich teile gerne meine positiven Auswirkungen des Minimalismus mit. Aber im Endeffekt muss jeder für sich selbst wählen welche Lebensweise ihn glücklich und zufrieden macht.

Hinterlasst hier Fragen und Kommentare; das ist für mich und Euch Gedankenfutter.