Abschalten und Ausschalten

Habe vor fünf Minuten auf „Was machst du gerade?“ in Facebook geantwortet und es hat immer noch keiner kommentiert. Nicht mal ein „Gefällt mir“ habe ich erhalten. ‚Ne halbe Stunde später immer noch nichts. Dafür ein Beitrag von einer Freundin welche einfach nur so Blumen von ihrem Mann bekommen hat. Das ist aber schön; die hat’s gut.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr laufend den Drang habt Neuigkeiten zu lesen, sei es bei Facebook, Email, Chat, Nachrichten, oder Blogkommentaren? Und dann die Enttäuschung wenn nichts Neues zu lesen ist? Oder wenn man jede Gelegenheit nutzt, selbst beim Dinner mit Freunden oder während der Autofahrt mit Familie, um den nächsten Level von Candy Crush zu erreichen oder nur mal schnell Solitär zu spielen?

Ich nenne das Abhängigkeit.

Die moderne Technik macht es aber auch leicht und verführerisch. Alles kann man einstellen, dass man sofort eine Mitteilung bekommt wenn jemand einen Kommentar hinterlässt, neueste Nachrichten dass ein Superstar ohne Schminke gesehen wurde, oder der Chef abends um 11:00 eine Email sendet.

Laufend wird man mit Information bombardiert welche einen dann von dem ablenkt, womit man sich gerade beschäftigt. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben rauschen einfach so an einem vorbei während der Kopf mit überflüssiger Information dröhnt.  Dieses Dröhnen im Kopf macht einen vergesslich und launisch. Vergesslich und launisch führt zu Problemen mit Freunden, Familie, und auf Arbeit.  Oft lässt man die schlechte Laune an denen aus die man am meisten lieb hat, und schadet so diesem Verhältnis.

Dazu kommt noch, dass man sich zu anderen Menschen immer mehr vergleicht und neidisch wird auf deren offensichtlich perfektes Leben. Die Freundin mit den Blumen hat den perfekten Mann. Würde sie wirklich im Facebook schreiben wenn der Kerl mal fies zu ihr ist? Oder der Bekannte der schon wieder mit seiner bildhübschen Familie am Strandurlaub in Cabo San Lucas war. Schreibt er auch dass er dafür 60-80 Stunden die Woche arbeitet und seine Familie in den restlichen 51 Wochen fast nie sieht? Diese dominierend positiven Aussagen verursachen, wenn’s einem auch nicht unbedingt bewusst ist, Minderwertigkeitsgefühle und können zu Depression führen.

GENUG! Das ist nicht gesund.

Schaut mal in Euch hinein ob ihr Euch, vielleicht nur schwach oder auch sehr stark, hier in diesem Artikel wiederfindet.

Wenn ja, dann wird es Zeit zum Ausschalten und Abschalten!

  1. Stellt die automatischen Mitteilungen am Handy ab.
  2. Setzt bestimmte Zeiten am Tag, z.B. einmal am Morgen oder nochmal am Nachmittag, um bei Facebook, Email, Blog, Chat, und Nachrichten bewusst und gezielt nachzuschauen.
  3. In extremen Fällen empfehle ich eine Zeitbegrenzung zu setzen, z.B. 20-30 Minuten für alles.
  4. Nutzt die Zeit um Euch an der Natur zu erfreuen (allein oder in Gesellschaft), geht ins Museum und kritisiert die Kunstaustellung, spielt ein Brettspiel mit der Familie, oder legt eine Zweierpatience mit richtigen Karten.

Ausschalten und Abschalten hat den Vorteil dass man nicht von dem abelenkt wird was wirklich zählt, wie das Gespräch mit einer Freundin, oder wenn das Kind etwas neu Gelerntes vorführt, oder wenn der Mann von einem Erfolg oder einer Niederlage auf der Arbeit berichtet.  Man ist fähig seine Gedanken frei zu halten und sich voll auf sein Umfeld und das Jetzt zu konzentrieren.  Als Resultat empfindet man eine innere Ruhe und Zufriedenheit, sowohl als einen engen Bund mit den Menschen denen man aufmerksam zugehört hat.

Was schaltest du aus und wie schaltest Du ab? Wie fühlst Du Dich dabei und nach einer Weile?

(Wenn du mehr über Mediensucht lernene möchtest, click auf diesen Link.)

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Oh es riecht gut, oh es riecht fein …

In 39 Tagen ist Heilig Abend!

Auch in Texas sinken die Temperaturen langsam und wir hatten den ersten Nachtfrost. Die Tiere wollen am zeitigen Morgen gar nicht mehr aus ihrem Unterschlupf raus weil es dort so kuschelig warm ist. Wenn sie dann aber doch vom Futter gelockt sind, steigt der Dampf von ihrem heißen Atem sichtbar in die kalte Luft. Die ersten Zeichen dass der Winter und damit Weihnachten nicht mehr fern sind.

Die Geschäfte haben es auch gemerkt. Alles wird schon festlich geschmückt um die Käufer zu locken. Es wird nicht lange dauern und die Läden sind wieder prasselvoll mit Dekor, Geschenkartikel die der Mann oder die Frau schon immer haben wollte, Spielsachen die jedes Kind begehrt, und die neuesten elektronischen Geräte ohne die man nicht leben kann. Halloween ist zum Glück vorbei. Wenn wir nun bloß noch Erntedank Ende November über die Runden bringen, dann können wir uns endlich voll und ganz in den Weihnachtswahn stürtzen!

In 39 Tagen ist Heilig Abend!

38 davon werde ich mich nicht verrückt machen mit Haus von innen und außen wie einen Weihnachtsmarkt zu putzen und krampfhaft nach Geschenken zu suchen die der Empfänger entweder schon hat oder nicht wirklich möchte, und nur selten wirklich braucht oder nutzen wird.

Ich werde die Tage besinnlich wahrnehmen.

  • Ein paar Stunden nutzen um meine Rachermänn’l aufzustellen und den Baum zu schmücken
  • Stollen und Weihnachtsplätzchen backen
  • Zeitig aufstehen um einen schönen Sonnenaufgang zu beobachten und mich vom Frost in die Nase beißen lassen
  • Vor Sonnenuntergang zu Hause sein um zuzuschauen wie die Sonne hinter den Bäumen versinkt
  • Mit dem Fotoapparat auf Erkundungsgang nach interessanten Motiven gehen
  • Beim Duft des Rachermänn’ls Weihnachtsplätzchen mit Tee genießen  und dabei Blogs lesen und schreiben
  • Mit meiner Familie die Weihnachtsparade Parade of Lights in Fort Worth sehen
  • Eine Naturwanderung machen
  • Road Trip!

Am Heiligen Abend ist dann Bescherung. Wie letztes Jahr, wird es keine materiellen Geschenke geben. Ich schenke meiner Familie Zeit miteinander um Stollen und Plätzchen zu essen und zu plaudern. Freunden und Arbeitskollegen schenke ich eine Spende in deren Namen für einen gemeinnützigen Zweck. Letztes Jahr habe ich die Gebühr für den 5km Lauf Race for the Cure (Brustkrebs) geschenkt und dann sind wir im Frühjahr gemeinsam 5km gelaufen. Ich denke davon hatten wir ALLE mehr als von einem Bilderrahmen, Hand Lotion, oder Duftkerzen.

Geniesst die Adventszeit und erlaubt dem Stress keinen Zutritt in Euer Haus und Herz!

Eine Extra Stunde

In den USA wurde diese Woche die Sommerzeit umgestellt; eine Woche später als in Deutschland. Tun wir doch mal so als hätte man uns im Frühjahr nicht eine Stunde gekürzt und nehmen daher mal an, dass uns im Herbst eine Stunde geschenkt wurde.

Was würdest Du mit einer extra Stunde machen?

Ich habe die extra Stunde genutzt, um mit unsere Nikon5200 zu experimentieren.  Ich bin bei Weitem kein Experte und lerne gerade erst mal mit dem ‚fotografischem Dreieck‘ umzugehen; das heißt also Lichtempfindlichkeit (ISO oder ASA), Blende und Belichtungszeit.  Hier sind nun ein paar Eindrücke die ich heute Morgen eingesammelt habe.

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